Die Fliehburg der Kelten

Das Leben der Kelten auf der Milseburg

Die Milseburg war einmal eine Fliehburg der Kelten. Die Überreste eines etwa 1.300 Meter langen Steinwalls erinnern noch heute daran. Die Überreste der Wehranlage ist mit 32 Hektar das größte archäologische Denkmal der Rhön. Der Wall beginnt im Norden an der Geröllhalde des Kälberhutsteines. Er umzieht die basaltene Milseburg in einem weiten Bogen um die Ostseite. Innerhalb der Befestigungsanlage befindet sich eine zweite Befestigungslinie. Sie verläuft entlang eines nach Westen ausgerichteten Plateaus.

Dass es sich bei der Wehranlage um eine gigantische Mauer handelte, ist heute leider nicht mehr zu sehen. Holzverschalungen und Pfosten, die die Wehrmauer bis ins 13 Jahrhundert stützten, sind längst verfallen.

Dem Vor- und Frühgeschichtsforscher Joseph Vonderau ist es zu verdanken, dass die Milseburg heute nicht nur wegen seiner markanten Form und seiner Höhe von 835 Metern touristisch wertvoll ist. Durch seine ersten Grabungen bewies er, dass zu früheren Zeiten hier die Kelten lebten. Die Milseburg gewann dadurch auch geschichtlich an Bedeutung. Zahlreiche Funde aus Ton, Küchengeräte oder auch ein kapitales Schwert wurden bei seinen Grabungen entdeckt. Seine Funde sind heute in dem nach ihm benannten Vonderau-Museum in Fulda zu besichtigen.

Heute sind rund um die Milseburg erklärende Tafeln und Zeichnungen aufgestellt. Es lohnt sich die Hinweise zu lesen, denn es tut gut sich während des anstrengenden Aufstiegs eine kurze Pause zu gönnen.